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Durch die libysche Sahara zum achten Weltwunder

Schon zum vierten Mal veranstaltete REISEZEIT gemeinsam mit ihrem libyschen Partner eine ausgedehnte Rundreise zur und durch die "Faszination Sahara".

Betreut wurde die Reise vom Alt-Cottbuser Hans-Joachim Schemel, der selbst längere Zeit in Libyen arbeitete und lebte sowie auf Grund seiner zahlreichen Reisen insbesondere in nordafrikanische Länder über gute Landes- und arabische Sprachkenntnisse verfügt. Kein Wunder also, dass diesmal unter den insgesamt achtzehn Teilnehmern vor allem Lausitzer Urgesteine und seine Klassenkameraden/Trainer aus gemeinsamer Sportschulzeit, Lothar Nowotnick, Christian Rudolph und Rolf Rüdiger, befanden. Fast alle Neulingen wurden vor Reisebeginn mit der gleichen Frage konfrontiert: Ihr wollt wirklich in die Sahara, in das Land von Revolutionsführer Muammar Ghadhafi? In der Tat, es gibt auch in Libyen wie anderswo keine absolute Sicherheit, zu keiner Zeit. Indessen alle diesbezüglichen Erfahrungen und Meinungen von Experten stimmen darin überein, dass Libyen zu den neuen Touristenländern mit dem höchsten Sicherheitsstandards gehört. Noch viel wichtiger ist Infolge der jahrelangen Abwesenheit von Massentourismus sind die libyschen Menschen eine dementsprechend äußerst angenehme Mischung zwischen Zurückhaltung, Respekt, Toleranz und herzlicher Hilfsbereitschaft. Hinzu kommt, dass der deutsche Besucher zur eigenen Überraschung oft mit deutschsprachigen Begleitern, Betreuern und Fragestellern zu tun bekommt, welche in den achtziger Jahren eine berufliche oder fachliche Ausbildung in der DDR absolvierten. Einer von ihnen war zum Beispiel Omar Bashir, der uns mit sichtbaren Stolz und unüberhörbaren Sächsisch (erworben in "Karl-Morg-Stadt") davon erzählte, wie erst kurz zuvor von der Kanzler Schröder - Delegation für seine Führung durchs antike Sabratha gelobt wurde.

Worin liegt also der besondere Reiz dieses vielfach noch uns unbekannten Reiselandes, seiner Natur und seiner Menschen? Phönizier, Griechen, Römer und Byzantiner hinterließen viele großartige Bauwerke der Antiken Welt (heute UNESCO-Weltkulturerbe). Gravuren und Felsmalereien in der libyschen Sahara zeugen ebenso von einer intensiven Besiedlung des Landes durch seine Ureinwohner vor bis zu 10 000 Jahren, als die Sahara noch aus fruchtbarer Savanne bestand. Und wer kann schon von sich behaupten, in einem der wundersamen Mandara-Seen inmitten der Dünensandmeere gebadet zu haben?

Zum absoluten Höhepunkt einer solchen Sahara-Expedition dürfte indessen für die meisten der Ausflug zum so genannten achten Naturweltwunder, zur schwarzen Wüstenoase Wau En Namus gehören. Bei seiner Ankunft als wohl erster Europäer im Jahre 1941 meinte der Leipziger Geograph Niklaus B. Richter: "Der Anblick, der sich bietet, nimmt uns so den Atem, dass keiner ein Wort zu sprechen im Stande ist. Selbst die Verwöhntesten und ältesten Expeditionsleute unter uns geben später zu, dass sie noch nie zuvor derartiges gesehen haben ...". Dass diese Worte keine Übertreibung sind ,davon könnte sich jeder interessierte Tourist auch nächstes Jahr selbst überzeugen. Dann startet nämlich die nächste, vierte Rundreise für zweieinhalb Wochen, beginnend am 06. November 2005, nach Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan.

Von Karl-Heinz Szorat

FOTOS von Lothar Nowotnick:

Das libysche Nationalmuseum in Tripolis: Ein Muss!

Tripolis Altstadt

Der Marc-Aurelius-Triumphbogen

Leptis Magna

Auf den Spuren der Kultur

Besichtigung der untergegangenen Stadt Germa

bezaubernde Wüste

Genießen in der Stille

Akakus-Gebirge

auf dem Gipfel des Waw en Namouz

 


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