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Reisebericht
zum 1. Seidenstraßenmarathon in Usbekistan

(von Dr. Jörg-U. Knobloch)

Der 1. Seidenstraßen-Marathon in Usbekistan hat stattgefunden, die Premiere ist gelungen!
12 Jahre lang gab es in Usbekistan keinen Marathonlauf mehr. Das war dem Umstand geschuldet, dass nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 die Finanzierung des Sports aus Moskau in den ehemaligen Sowjetrepubliken versiegte und es ab 1996 in Usbekistan keine Trainer und auch keine Marathonläufer mehr gab.

Auf der Internationalen Tourismusbörse 2007 jedoch wurde durch die „REISEZEIT Tourismus GmbH“ und „UZBEKTOURISM“ das Projekt „Internationaler Seidenstraßenmarathon“ in Usbekistan begründet, das den Start ausländischer und einheimischer Läufer bei einem Marathonlauf auf der „Seidenstraße“ in der Nähe von Taschkent sowie die anschließende Reise in die Jahrtausende Jahre alten Städte Samarkand und Buchara vorsah.

Am 8. Mai war es soweit: 16 Läufer und Läuferinnen starteten in Begleitung von drei Journalisten von Frankfurt aus mit der „Usbekistan Airways“ zu ihrem Reiseziel Taschkent.

Aufgrund von Witterungsunbilden im Laufgebiet wurde das Programm dahingehend geändert, daß es von Taschkent aus per Flieger am nächsten Morgen gleich weiter nach Buchara, eine der „7 Heiligen Städte des Islam“, ging. Dort trafen ca. 30°C auf die Reisegruppe. Dessen ungeachtet ging es nach dem Einchecken im Hotel auf eine Stadtbesichtigung mit solchen Höhepunkten wie das Mausoleum Samnitov (15. JH), das Ensemble Ljabi-Haus oder die Koranschule Ulugbek’s. In letzterer wurde beim Abendessen ein beeindruckendes Folklore-Programm dargeboten. Am nächsten Tag ging es mit dem Bus nach Samarkand, wo die Gruppe im wohl besten Hotel der Stadt, dem „President Palace“, Quartier bezog. Die Stadt selbst überwältigte mit einer Vielzahl von äußerst interessanten Baudenkmälern, von denen die Gebäude auf dem Registanplatz und das Observatorium Ulugbek’s wohl die beeindruckendsten sind, sowie mit breiten, von Schatten spendenden Bäumen gesäumten Alleen und modernen Hotels. Hier beeindruckte die Teilnehmer vor allem ein Ton- und Lichtspiel am Abend auf dem Registanplatz. Am 12.06. setzte die Reisegruppe ihre Fahrt fort: Mit dem Bus ging es weiter nach Taschkent und zum eigentlichen Ziel, dem Hotel „3 Pyramiden“ am Ufer des Tscharvaker Stausees. Auf über 900 m über NN bot sich dem staunenden Auge eine faszinierende Berg- und Seenkulisse. Am Abend gab es für alle Läufer (aus Deutschland, Österreich, Kasachstan und Usbekistan) ein Briefing zur Laufveranstaltung des kommenden Tages; besondere Aufmerksamkeit wurde auf die Sicherheit und Gesundheit der Läufer während des Laufes gerichtet. Am 13.06., dem Lauftag, herrschte schon morgens vor dem Start eine Temperatur von 32°C. Pünktlich um 9:00 Uhr erfolgte der Start und die Läufer begaben sich, von traditioneller Musik einer Musikanten-gruppe begleitet, auf die Laufstrecke. Dabei waren unterschiedliche Anstiege zu bewältigen - Marathon: 963m-1735m-1520m und zurück; Halbmarathon: 963m-1495m-963m; 10 km: 963m-1200-963m! Die Organisation des Laufes war sehr gut: Alle 2,5 km Wasser- und Verpflegungsstellen, exakte Kilometerangaben, polizeiliche Absicherung der Strecke, medizinische Betreuung auf der Strecke und im Ziel sowie eine gewissenhafte Zeitnahme und Protokollführung.

Die Sieger trafen wie folgt im Ziel ein:
10 km Frauen: Angela Huber (Deutschland),
10 km Männer: Murat Khaschibayev (Usbekistan) - 34:57’,
Halbmarathon Frauen: Annelies Wasserer (Österreich) – 2:54:14 Std.
Halbmarathon Männer: Andrey Petrov (Usbekistan) – 1:16:11 Std.
Marathon Frauen: Brigitta Biermanski (Deutschland) – 5:06:38 Std.
Marathon Männer: Erlan Molbayev (Kasachstan) – 3:27:48 Std.

Jeder Läufer wurde beim Zieleinlauf individuell mit Musik aus traditionellen Musikinstrumenten und mit viel Beifall der Touristen und Urlauber begrüßt.

Die Siegerehrung erfolgte am Abendessen bei einem Bankett, zu dem der Tourismusminister und der Gouverneur des Gebietes geladen hatten. Diese würdigten in kurzen Ansprachen die deutsche Initiative zur Durchführung dieser Sporttourismus-Reise, die gute Vorbereitung und Durchführung des Laufes sowie den bewiesenen Kampfgeist aller Läufer. Zugleich versicherten sie, den Premierenmarathon auf der „Seidenstraße“ zum Anlaß zu nehmen, wieder regelmäßig Marathonläufe in Usbekistan auszurichten und beim 2. Seidenstraßen-Marathon im Mai 2009 bedeutend mehr usbekische Läufer an den Start zu bringen als in diesem Jahr. Nach (noch nicht bestätigten) Vorstellungen der Organisatoren soll der nächste „Seidenstraßen-Marathon“ in Samarkand stattfinden, das bessere Voraussetzungen für die Durchführung einer internationalen Laufveranstaltung bietet.

Auf Wiedersehen 2009 auf der "Seidenstraße“ in Usbekistan.

Hier einige Zuschriften von Teilnehmern der Reise:

„Eine großartige Reise erlebten 16 LäuferInnen beim 1. Seidenstraßen-Marathon in Usbekistan. Wer kommt schon einmal in ein Land von 1001 Nacht? Wir „REISEZEIT“-Läufer hatten dazu Gelegenheit. Die Reise war von Dr. Jörg Knobloch hervorragend vorbereitet und organisier worden und führte zu den prachtvollen Städten mit den klangvollen Namen Buchara und Samarkand, Weltkulturerbe-Städte der UNESCO. Mit zahlreichen Eindrücken ging es nach Gasalkent, eine der Vorstädte Taschkents, wo wir ein wenig stolz waren, bei der Premiere des „Seidenstraßen-Marathons“ mit dabei zu sein. Der Lauf war hart, wurde aber von allen bewältigt. Sogar der Tourismusminister und der Gebietsgouverneur gaben uns bei der Siegerehrung die Ehre! Mit der Besichtigung der Hauptstadt Usbekistans Taschkent endete eine Traumreise, die ich nur jedem Läufer, der etwas Besonderes sucht, empfehlen kann.“ (Hanno Rheineck)

„ …wir sind müde, aber gesund wieder in Österreich angekommen und wir möchten uns nochmals herzlich für die interessante Reisegestaltung und die angenehme Betreuung bedanken…Auf jeden Fall haben wir uns heute schon das weitere Reiseprogramm von REISEZEIT angesehen und wir werden sicherlich in der nächsten Zeit wieder etwas buchen.“

(Helmut und Annelies Wasserer)

„Die Reise nach Usbekistan, Marathon inklusive, hat mir sehr gut gefallen. Vielen Dank noch einmal… (und) bis bald!“ (Fiola Grebe, begleitende Journalistin)

 
 


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