Der Reykjavik-Marathon , zwei Rekorde
und
eine REISEZEIT -Reise rund um die Insel.
Bereits das Jahr 2006 war das Erfolgsjahr in der
Geschichte des Reykjavik-Marathons.
Über zwanzig Jahre bewegte
sich die Teilnehmerzahl immer nur unter 6000. Das änderte sich jedoch
entschieden. Nach einer, den Familien zugewandten, großen Medienkampagne des
isländischen Fernsehens, die vor zwei Jahren begann und seitdem wöchentlich
im Kinderfernsehen, im Sport-und Gesundheitsmagazin in die Haushalte
strahlt, entdecken immer mehr Isländer das Joggen, Laufen, Skaten für sich.
So ist es nun kein Wunder, dass der Teilnehmerrekord
wiederholt überboten wurde. 12.106 Aktive zählte das Lauffest 2007! Das
entspricht dem Dreifachen der Teilnehmer zum Beispiel des Jahres 1999. Im
Jahre 2008 legte der Reykjavik-Marathon an Teilnehmerzahlen weiter zu. Für
die Insel mit einer sehr kleinen Bevölkerungszahl gleicht diese Entwicklung
einer Explosion. Wir haben die Organisation dennoch im Griff, meint
Renndirektor Frimann Ferdinandson. Er sollte damit Recht behalten.
Tatsächlich war für beste Stimmung gesorgt: Aerobic-, Pantomime-, Tanz- und
Unterhaltungsprogramm bei Start und Ziel. Die Läufer fühlten sich in ihren
schicken Reykjavik-T-Shirts wohl. In vier Startintervallen, die
Rollstuhlfahrer natürlich wie immer am Anfang des Rennens, wippte das
Läuferfeld auf die Strecke. Auch in diesem Jahr war die Farbe Rot die
Dominante. Die Sonne strahlte, Das konnte ich übrigens zum neunten Mal seit
meinen jährlichen Besuchen im August zum Reykjavik-Marathon registrieren.
Ja, ich liebe dieses wunderbare Bild der Läuferschlange, wie sie um den
Stadtsee, den Tjörnin, zieht, über die Brücke hinwegrollt, um dann in der
Altstadt „zu verschwinden“. (Foto)
Aus ganz Island kamen viele
Zuschauer angereist. In der Presse waren Tags zuvor die Favoriten
vorgestellt. Die Luft roch nach Rekord, der dann im Marathon der Damen auch
erzielt wurde. So wurde die bisherige Bestzeit gleich um 7 Minuten
unterboten (2:38:47 im Jahre 1996 von Anghard Mair, GB, gelaufen) Ein Bravo
gilt hiermit der Kanadierin Sahra Kathrin Knudson (24 Jahre) für ihre Zeit
von 3: 21:19. Zum zweiten Mal jubelte die Menschenmenge auf der Laekjargata,
als der Kenianer Benjamin Serem in 1:04:04 die Halbmarathonstrecke abschloss
und den Tagesrekord Nummer Zwei servierte. (Bisherige Streckenbestleistung,
HM, 01:05:18, von Onesmo Ludago, 1998, Tansania).
Die Isländer pflegen ihre
Traditionen, so auch ihren Marathon. Nicht zufällig gibt es unter ihnen
viele Laufjubilare. Der älteste Läufer, 85 Jahre, kommt z. B. aus der
nord-isländischen Stadt Akureyri. Er lief sage und schreibe seinen 22.
Reykjavik-Marathon. Viele Besucher warteten auf ihn und bildeten ein Spalier
im Ziel, welches er nach Streckenschluss in 6 h 45 erreichte.
In der
LAUFZEIT-REISEZEIT-Gruppe, 36 Teilnehmer übrigens, sorgte die Schülerin
sechzehnjährige Nadine Gill aus Rittersbach für große Überraschung. Nadine
errang den 2. Platz im Halbmarathon der Frauen in einer Superzeit von
1:19:05. Als sie gerade auf dem Siegertreppchen gekürt wurde, lief Heinz
Zitterbart, Jhg. 1934, als Erster seiner Altersklasse und immer noch ziemlich
locker ins Ziel ein.
Der zeitgleiche Doppelapplaus
galt der Jüngsten und dem ältesten Läufer der REISEZEIT-Gruppe. Wo treffen
solche Ereignisse bei einer Laufveranstaltung schon aufeinander?
Lieber Horst, für diese
großartige Leistung gratulieren wir Dir hiermit nochmals auf das
allerherzlichste, Du und Deine Frau Margitta habt schon über 14 Mal an
unseren LAUFZEIT-REISEZEIT-Leserreisen rund um die Welt teilgenommen. Dafür
danken wir Euch.
Zurück zu Nadine. Sie erhielt für ihre außerordentlich
gute Zeit am Abend einen Plüschteddy aus Berlin von REISEZEIT überreicht.
Reykjavik 2007 war noch viel
mehr. Die Kulturnacht mit dem Höhenfeuerwerk nach dem Marathon ist jedes
Jahr eine Highlight nicht nur für die Isländer, die in großen Scharen mit
Kleinflugzeugen in die Hauptstadt geflogen oder über die Ringstraße gefahren
kommen. Die Tagestouren zum berühmten Gullfoss-Wasserfall, zur Blauen
Lagune, zum Geysir, in das Dreigletscherdreieck: Thorsmörk …alles das gehört
inzwischen zur REISEZEIT –Reise dazu und ist für Islandbesucher unbedingt zu
empfehlen: meint Christian Rudolf, Olympiateilnehmer von München 1972, 400
m Hürden und Fred Neumann, Turner, Bronze im Mannschaftsturnen bei der
gleiche Olympiade. Christian und Fred reisen nicht das erste Mal mit uns.
Sie gehörten auch zu den 14 Teilnehmern, welche die Reise rund um Island vom
südlichsten Zipfel Vik, zum Vatnajökull, dem größten Gletscher Islands, nach
Egilsstadir, in das isländische Hochland zu aktiven Vulkanen und
Schwefelquellen bis nach Akureyri erlebten.
Christel Schemel (REISEZEIT
Andere über uns : Ein Erlebnisbericht von Christian
Rudolph (Cottbus)
Auf der Ringstraße um Island in 6 Tagen
Ein Glanzpunkt der REISEZEIT Reise nach Island war die
RUNDREISE einmal um die Insel. Wasserfälle, Gletscher, Vulkane Geysire,
heiße Schwefelschlamm-quellen und vieles mehr boten ein Abenteuer pur.
Wir besuchten den kleinen Ort Vik und sahen unterwegs
riesige Geröllfelder des Mýrdalssandur in aufgebrochenen Ausdehnungen, die
man sich kaum vorstellen kann. Einfach herrlich war der Wasserfall
Swartyfoss anzuschauen, metertief stürzte und tanzte es über schwarze
Basaltklippen. Wir glaubten zu träumen, als wir die Jökulsártón
Gletscherlagune erreichten. Eisberge türmten sich, Robben spielten im
glasklaren Wasser, die abgekalbten Gletschermassen trieben des
Breidamerkurjokull schwammen langsam an uns vorbei ins offene Meer. Wir
hätten einen Tag später an diesen Ort der Faszination zurückkehren mögen, um
im Wasser mit dem Boot um die märchenhaften Gletscher zu rudern, den Robben
etwas näher zu sein, die Stille in uns aufzunehmen, die surrealistischen
Widerspiegelungen von Eis und Wasser, ja, das blaue Eis anzufassen. Nein es
trieb uns weiter. Uns blieb dennoch die Erinnerung des Abends.
So setzten wir unsere Reise fort in Richtung Höfn bis zu
unserer nächsten Unterkunft.
Jeden Tag gab es neue überwältigende Begegnungen mit der
Natur. Hinter dem Almannaskart-Pass nach Lónsöraefi, begann eine bergreiche
Wildnis. Wir fotografierten die anmutigen Berge, ihre zerklüfteten Hänge, in
denen Frost und Wind immer weiter wirken. Vulkane krönen den Horizont und
Gletscherflüsse zerschneiden dort die Lavatäler. Bei der
Petra-Stein-Sammlung, einem Museum der Steinwelt Islands, hielten wir inne,
bevor wir nach einer Serpentinen- und Buchtenfahrt in Egilsstadir unsere
nächste Herberge erreichten.
Am dritten Tag änderte sich für uns die Welt. Wir fuhren
in die menschenleere Einsamkeit der Hochland-Steinwüste Mödrudalur. Nach
Stunden erreichen wir den Namaskaro Pass, wo Schlammpfuhle blubbern und
Feuer züngelt. Die Asche und Lava des Vulkanes Krafla rieben wir in unseren
Händen. Wir fühlten uns wir die Götter, als wir den Kraterrand des
Dimmuborgir, Scheinkrater des Skutustadir and die Höhle Grjótagja besuchten.
Später erreichten wir den größten See Islands, den Mývatn, ein Wunderland
der Vögel und bizarrer Felsen. Am Abend steigen wir in den Hot Pot unter
freiem Himmel und lassen einen unserer schönsten Tage im Leben Revue
passieren.
Das Abenteuer nahm seinen Lauf. Im Skagafjödur, wo die
islandischen Pferde frei leben, führt die Fahrt weiter zum Holtavörduheidi
Plateau nach Borgarfjödur. Wir nutzen noch den Vormittag, um die Region von
Reykholt zu erkunden, das Gebiet welches von den Sagen des Dichters Snorri
Sturluson umwoben ist. Ich knipse mein dreihundertstes Foto am Hraunfossar
Wasserfall, zwei Stunden später mein dreihundertundsechsigstes am
Deildartunguhver.
Am siebten Tag geht unsere Reise zu ende. Die Seele ist
aufgeräumt. Mitternacht stellt uns unsere Wirtin das Frühstück auf den
Küchentisch. Wir fühlen uns gut betreut.
Der Fly-Bus kommt sogar bis vor unsere Tür. Nach einer
Stunde Fahrt durch jungfräuliche Lavafelder erreichen wir Keflavik , den
internationalen Flughafen Islands. Die Zivilisation holte uns zurück. Wir
sind zum ersten Mal mit dem elektronischen Selbsteinschecken konfrontiert.
Stress packt uns plötzlich, obwohl wir ihn sechs Tage lang verdrängt hatten.
Island, wie hattest Du uns verzaubert, du Wunder von Eis
und Feuer. Wir werden keine Stunde vergessen, vielleicht auch wiederkommen.
REISEZEIT ermöglichte diese Traumreise.
Somit: Welcomen til Istlands! Ich bin überzeugt, dass für
diesen Gruß jede Übersetzung überflüssig ist.
Die nächste Islandrundreise findet im August 2008 statt.
Nach dem Lesen dieses Berichtes sollte es wohl gelingen, dass sich 10
Naturfreunde für diese REISEZEIT-Rundreise entscheiden, das heißt
rechtzeitig zusammenfinden.
Christian Rudoph
© Fotoimpressionen, Archiv REISEZEIT (Christel Schemel)
Das war Island mit REISEZEIT
Internationale Reykjavik Marathon
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in Reykjavik auf Wanderschaft |
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1000 Läufer und Walker am Start |
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Ein so großes Lauffest hat Island noch nie erlebt! |
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Lauf über die Brücke des Tjörnins, Reykjaviks kleiner See |
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Hurra geschafft, im Ziel begrüßt von REISEZEIT |
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Viele Familien kommen jedes Jahr um auch die Kulturnacht mitzuerleben, Islands größtes Volkskulturfest |
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Viele Zuschauer aus ganz Island kamen |
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Blaue Lagune |
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Alle kamen mit. Hier einige in der 39°C-Therme |
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Halbinsel Reykjanes |
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Hier trocknet man Fische für Afrika. |
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Abendstimmung an der Mole in Reykjavik |
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Am Grabenbruch zwischen den Kontinenten Amerika - Europa |
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Startnummernausgabe für die Jüngsten zum Puppe-Lazy-Lauf |
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Im Ziel waren alle glücklich
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Einlauf von Hans-Joachim im Ziel mit einer guten Halbmarathon-Zeit von 1:40 min. Bravo! |
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Ob walkend oder laufend (5km), jeder hatte viel Spaß im Sonnenschein. |
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Gymnastik vor dem Start. Tausende tanzten mit |
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Familie Bernard aus Parchim: Sohn Jens und Vater Josef gingen gemeinsam an den Start. Sie genossen den Rundkurs auf der 10-km-Strecke. |
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Der Reykjavik-Marathon feierte in diesem Jahr Rekordzahlen mit über 10.000 Teilnehmern. Hier: einlaufender 10-km-Läufer. |
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Fünf Minuten vor dem Start. Nirgends ist die Luft so klar wie auf Island. |
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Ein großes Läuferfeld versammelte sich. |
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Die schönste Tage unseres Lebens:
auf Rundreise in Island.
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Mit dem Fahrrad zum Vatnajökul-Gletscher |
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Faszination Eis des Vatnajökul-Gletschers |
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Die königin der Vulkane "Herdubreidarfjöll", 1.682 m hoch |
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In der Hochland-Steinwüste Mödrudalur |
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Es glitzerte und schillerte |
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Schwefel und Salze |
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zwischen Vulkankratern |
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Die Erde dampft noch! |
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Das sind wir |
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zwischen Feuer und Wasser |
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Die Driftung Islands, tektonische Spalten |
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"Der schwarze Tod" |
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Ein prima Kümmel zu einer schönen Reise |
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Fotos: Archiv REISEZEIT, von Christel Schemel,

Alle Kinder erhielten
die Puppe-Lazy-Medaille |