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Nach NEW York

2010

Was immer aktuell bleibt: Sport verbindet!

New York ist Stadtfaszination heute wie schon 2001. Rückblende: In dieser Metropole schläft man nicht, sagen alle. Diesen vielfachen Ankündigungen wollte ich keinen Glauben schenken. Die Landung erfolgte auf die Minute. Wir passierten überraschend zügig die Schleusen der Einreisehalle des John F. Kennedy-Flughafens. Kein Warten, nirgendwo. Wir wurden schnell „durchgereicht“. Die Beamten grüßten locker und lächelnd. Zur Erinnerung: der 11. September 2001 war nur ganze 50 Tage her. Unsere Gruppe zählte trotzdem noch über 40 Teilnehmer. Wir erwarteten strenge Kontrollen und Unannehmlichkeiten. Nichts von dem, dafür Gitarrenmusik und Gesang im Transitraum … . Das habe ich auf noch keinem Flughafen der Welt erlebt!

Draußen erwarteten uns schon die freundlichen DERTOUR-Lotsen mit ihren Schildern.

Wir wurden in die Busse gestopft. Jeder erhielt einen Sitzplatz und die Fahrt ins „Unbekannte“ begann. Wir waren gespannt. Wird uns der Anblick der Ruinen des World Trade Center erspart bleiben? Dämmerung setzte ein und plötzlich stöhnte jemand im Bus auf. „Da die Skyline, New York!“ rief er. Wir schauten nach rechts. Hinter dem Hochwald tat sich am schwarzen Horizont eine rosa strahlende Hochwand schimmernder Glasfassaden auf. New Yorks Wolkenkratzer mit unzählbaren Fenstern.

 

Nach dreißig Minuten tauchten wir in Manhattan in das Lichtermeer ein. Jede Avenue eine Skyline. Die 5 Tage in New York sollten 120 Stunden ohne Atem werden. Das sagt man eigentlich nur von schweren Erlebnissen. Was wir aber während dieser Tage in der Stadt sahen und erlebten, war einmalig. Eine brillante Sightseeing, eine REISEZEIT-Stadtführung mit der Gruppe zu Fuß zur Marathon-Messe, eine tolle Pasta Party mit langer Warteschlange geduldiger Läufer.

Überall begegnete uns tausendfache Dankbarkeit darüber, dass - wir Läufer aus der ganzen Welt- gekommen waren. „Sie sind die ersten Besucher in unserer Stadt nach der schrecklichen Tragödie“, empfing mich ein dunkelhäutiger Kellner im Frühstückscafé.

Ja, besonders beeindruckend war der Tag des Marathons. Im internationalen Läuferfeld walkten Feuerwehrleute an uns vorbei, auf der Brust über der Startnummer ein Bild ihrer in den Flammen des World Trade Centers umgekommenen Kollegen. Viele dieser Gedächtnisläufer, die das erste Mal in ihrem Leben die 42 Kilometer absolvierten, sahen wir. Einige trugen Blumen. Wir winkten uns zu. Ja Sport verbindet und ist Solidarität. Am Ende waren wir mehrfach glücklich, dass wir nach New York gekommen waren.

Ein Kuriosum unserer Lauferlebnisse soll jedoch hier noch festgehalten sein. Hartwig Gauder, der in einem anderen Jahr mit unserer REISEZEIT - Gruppe am New York City Marathon teilnahm, wurde hinter der Ziellinie disqualifiziert. Hartwig, mit seinem transplantierten Herzen, startete in der Gruppe behinderter Marathon-Teilnehmer. Sein Vergehen: Er unterbot das gestattete Zeitlimit (6:15:00) in seiner Kategorie, d.h. er war 15 Minuten zu schnell.

…aus „Laufend unterwegs“, Klaus Weidt, Seite 48-49, (Impressionen von Christel Schemel). Das Midi-Buch ist bestellbar unter Telefon: 030 4225 730, Fax: 030 4225 729, E-Mail: info@reisezeit-tourismus.de

Aus Berichten von Teilnehmern

Guten Tag, liebe REISEZEIT,

habe, auch Dank Ihrer Unterstützung den Marathon in New York super bewältigt. Es war ein grandioses Erlebnis. In Worte kann man es eigentlich nicht fassen. Ich möchte mich auf diesem Weg für Ihren Service bedanken. Die Organisation der Reise hat super geklappt. 5. November 2009 -Matthias Doll-

Zu Fuß durch New York

New York, 2009. Zum ersten Mal in meinen Leben betrat ich amerikanischen Boden. Meine Erschöpfung vom achteinhalbstündigen Flug ist wie weggeblasen. Sechs Zeitzonen liegen hinter mir. Die Uhr wird sechs Stunden zurückgestellt. Groß ist meine Vorfreude auf das, was mich in den kommenden Tagen erwartet. Einfach einen Lebenstraum erfüllen. Schon auf den Weg ins Hotel am Times Square, packte mich die Faszination der brodelnden Metropole. Die in den Himmel ragenden Wolkenkratzer, Menschen aller Nationen und hautfarben, die umherlaufen, das schnelle, laute, hektische Treiben. Fließt der Verkehr, steht er auch schon wieder. Eine Stunde Busfahrt durch den Lincolntunnel, der New Jersey mit Manhattan verbindet, lag vor mir und meiner Schwester, die mich als Coach betreute. Im Hotel Hilton Garden Sun wieder 8th Avenue angekommen, hielt es uns nicht lange im Zimmer. Sightseeing war angesagt. Und das hieß schon vor den großen Sonntag laufen, laufen, laufen. Der Broadway, das legendäre Theaterviertel am Times Square, das Rockefeller Center, die Wallstreet, East River, Hudson River Park, Javits Convention Center mit der Marathon Expo. Die Expo hielt meine Startnr. 25313 bereit. Die Begegnung mit Grete Waitz, die neun Mal New York-Siegerin war, eine Pionierin des Frauenmarathons, war die Überraschung! Die Fotos mit dem Marathonstar aus Italien Stefano Baldini waren mehr als Zugabe. Er ist wohl der letzte Große Marathonstar aus Europa. Dann ist er da der Morgen des 1. November. In der Nacht hatte sich das Klima grundlegend geändert. Nach warmen, sonnigen Tagen folgte Regen und Kälte. Am Atlantik verbunden mit Wind. Doch ich war bereit und hochmotiviert. Und dann steht auch schon der Bus vor der Tür, der mich zum Start nach Staten Island bringen sollte.

Gänsehaut-Feeling!

„New York New York“ auf die 42,195 km gerührt. Das Abenteuer New York begann. Ich wusste, die Strecke ist schwer, hält zahlreiche Brücken und auf den letzten Kilometer giftige Anstiege mit summarischen 400 Höhenmetern bereit. Der Laufuntergrund ist zuweilen schlecht und bedarf hoher Konzentration. Fünf Bezirke, fünf Welten lagen vor mir. Staten Island den Rücken gekehrt, empfing mich Brooklyn mit der geballten Kraft ausgeschlafener Lungen und Motivationselementen an den Häuserfassaden, Bands, Menschen, Kinder, die abgeklatscht werden. Frauen am Weg mit Bananen, Kuchen, Schokoladenstücken und andere Esswaren. Ein Anstieg, Williamsburg, das jüdische Viertel ist erreicht. Teilnahmslose Betrachtung, keiner klatscht. Ich erhole mich von dem Lärm und versuche alle Eindrücke aufzufangen. Diese Unterschiede faszinieren mich. Die Pulanski Brücke nach Meile 13 führte mich weiter nach Queens.

Nach 4:47 Stunden ist das Abenteuer für mich vorbei. Müde und Happy. Diese gigantische Stadt hat einen besonderen Zauber auf mich übertragen. Der Empfang im Wolkenkratzerviertel Manhattan hat sich für immer in meinem Läuferhirn verewigt. Einen Tag später sitzen wir wieder im Flugzeug nach Deutschland. Alle Finisher sind gut zu erkennen. Wir tragen mit Stolz die Medaille mit einer großen „40“ um den Hals. Wir werden beglückwünscht von fremden Menschen. Für sie sind wir Heroes (Helden) Es bleibt die Erinnerung an die aufregendsten 26 Meilen meines Lebens. Diese Reise war einfach jeden Dollar wert. Ich danke der Reisezeit Tourismus GmbH in Berlin für alle ihre Vermittlungen.

4. November 2009 -Gisela Göthel-

 


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