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26.
MEDOC-Marathon
Der nächste am 11. September 2010 in Pauillac
Von Klaus Weidt, REISEZEIT
Viele gehören bereits zu den Medoc-Stammkunden. Einer von
ihnen, der Berliner Gerald Piegler, urteilt trocken: „Dieser Marathon ist
der einzige, bei dem ich im Ziel traurig darüber bin, dass er vorbei ist.“
Und da lässt er sich schon 6 Stunden Zeit, um das
vielleicht weltgrößte Lauffestival zu genießen.
Allein die Vielfalt der
Kostüme aufzuzählen, würde das Büchlein füllen: Schmetterlinge, Clowns,
Polizisten mit Strafgefangenen, Priester, Beduinen, Katzen, Kolonnen mit
Phantasie-Karren, Dämonen, Engelscharen, Weinfässer… . Alle kostümierten
Läufer erhalten im Ziel ein besonderes Geschenk, und die originellsten
Läuferinnen oder Läufer werden in Wein aufgewogen. Schon dreimal gelang es
einer REISEZEIT-Gruppe, Plätze in dieser Sonderwertung zu erringen. Auf dem
Foto erkennt ein jeder Schneewittchen und die sieben Zwerge.
Aus Hoyerswerda - da kamen
diese Märchenwesen her. Zwar hatte Schneewittchen so ihre Sorge, auf den
42,195 km die „Kleinen“ zusammenzuhalten, doch schließlich gelang es ihr.
Über den 195 m langen roten Zielteppich marschierten sie sogar singend und
der letzte und kleinste Zwerg schoss noch einen Purzelbaum.
8000 Teilnehmer sind zugelassen, darunter 2000 aus allen
Ländern der Welt. Jedoch viermal soviel Bewerbungen flattern den
Organisatoren auf den Tisch in Pauillac.
Mit dieser Resonanz hatten die
sechs Freunde aus Bordeaux, alles Ärzte, vor 26 Jahren nicht gerechnet, als
sie einst vom New York-Marathon inspiriert, nach einer eigenständigen
Marathonidee suchten. Mit den Medoc- Weinbauern
fanden sie die Partner, und so werden heute an fast jedem Verpflegungspunkt
die besten Rotweine der weltbekannten Weinregion angeboten. Einmal
allerdings gibt es den Weißwein. Bei km 36 kann jeder Läufer frische Austern
probieren, und dazu passt nun einmal kein „Roter“. Wer mehr um Wein und
Laufsport wissen will, kann an den Tagen zuvor medizinische Symposien
besuchen. Die Stimmung auf und an der exakt vermessenen 42,195 km-Strecke,
die man nur spaßeshalber als die längste Marathondistanz der Welt
bezeichnet, ist unbeschreiblich. An jedem Kilometer eine Musikergruppe,
manchmal sogar zwei. Da wird durchaus der Lauf zu einem Tänzchen
unterbrochen. Hier geht es um Spaß, Lebensfreude und selten um Zeiten. 6:15
h ist Limit. „Schneller als 5:30 h“ kommentierte Monika Ramisch, eine
unserer Stammkundinnen, „ist rausgeschmissenes Startgeld“.
Wer unsere Reise erleben will,
muss rechtzeitig buchen. Wir fahren mit dem Bus von Berlin nach Bordeaux/Pauillac
mit Zwischenübernachtung Nähe Paris. Alles wird arrangiert: Hotels,
Atlantik-Badetag, ein Flair reicher Abschluss-Abend in Bordeaux und ein
echter Chateau-Tag in der Medoc Weinregion, bevor es schließlich mit bestem
Wein im Rucksack nach Hause geht … .
| Impressionen vom

Fotos: REISEZEIT
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längsten Marathon:

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