Und nächstes Jahr zum 85. Jubiläum nach
Košice,
zum „Edel-Oldie“, dem „Boston des Ostens“
- dem Internationalen Košice Friedens-Marathon -
Ich persönlich gratuliere
jedem (!), der sich für die Teilnahme am Internationalen
Košice-Friedens-Marathon entschied. Er ist ein Oldie, unter Kennern bekannt
als der „Boston des Ostens“, ein „Slowake“ von feinster Güte. Obwohl
jährlich die Eliten der Welt auf Košices Straßen im Oktober laufen, kostet
das Startgeld nur 20 € inklusive Startpaket, was die Läufer der westlichsten
Welt so „gewöhnt“: schickes T-Shirt, Plakat, Rucksack, Informationsmaterial,
aktuelles AIMS-Journal, Medaille, Sponsor-präsente enthalten, eine
interessante Strecke durfte erlebt werden, mit ausgezeich-neter Betreuung.
Welcher Hauptstadtmarathon kann mit diesem Preis/Leistungsverhältnis da
schon mithalten? Teilnehmer von über 50 Nationen wa-ren präsent. Das Wetter:
mild, 19 Grad beim Start, leicht windig, 200 Meter über dem Meeresspiegel ….
Ein Tag, wie im Bilderbuch.
Der regenreiche Vortag hatte die Luft sauber gewaschen, wie in Berlin am 29.
September. Es kam, wie ein Gebet, nach 83 Jahren „Edel Oldie" stellte der
Keniate William Birma, 23 Jahre, Landsmann von Simon Bor (zweiter in San
Diego in 2:10), an diesem Herbsttag den Košice-Streckenrekord in einer
zyklo-nenhaften Zeit von 2:09:53 auf. Auch bei den Frauen gab es eine
Steigerung zum Vorjahr. Die Belorussin Natalia Kulesh, 29 Jahre, mit der
Super-Strecke in Košice auf den Geschmack gekommen, holte sich auf dem Weg
über die blaue Linie zum zwei-ten Mal Gold bei diesem Marathon. Sie
verbesserte Ihre Zeit vom Vorjahr gleich um zwei Minuten auf 2:34:50. Die
Mutter des dreijährigen Artjum, sagte entspannt im Interview zu mir,
vielleicht reicht es für Peking. Ich schmunzelte zurück.
Wir kannten uns bereits vom Vorjahr.
Der Košice-Marathon ist längst
ein Laufeldorado geworden mit Halbmarathon, 10 km, Handbike, Rollerbike,
Skating, Traditionsläufen und vielem mehr. Summa summarum waren über 4000
Läufer unterwegs. In der LAUFZEIT Mannschaft liefen bekannte Laufspezies.
Mit Folker Lorenz und Jörg Knospe traten gleich zwei selbst Renndirek-toren
aus Berlin bzw. Neubrandenburg zum Start an. Folker, Geburtsjahr 1939, lief
den HM in sage und schreibe 2:08, bravo. „Dieser Lauf in Košice sollte mein
letzter sein“ meinte Folker (FOTO) , der eine sehr komplizierte schwierige
Operation am Bein hinter sich hatte. Auch Heidi Weiß (Foto), unsere
Neuseeland-Braut und viele Male Ultraläuferin, belegte in ihrer Altersklasse
einen hervorragenden 6. Platz. Unter den LAUFZEIT - Leserreisefans fanden
sich auch das Ehepaar Prof. Karl-Heinz und Dr. Hannelore Bernhardt (Foto)
aus Berlin sowie der gut bekannte Gerald Piegler (Foto). Er war, sage und
schreibe, schon 27-mal bei REISEZEIT-Reisen aktiv dabei. Peter Meier (Foto:
im Panoptikum bei Abebe Bikila) aus Dresden nahm sich Bestzeit vor und
schaffte sie. Für das nächste Jahr will er die ganze Lauftruppe für einen
Laufausflug nach Košice gewinnen.
Ja, die Läufer und Teilnehmer
der LAUFZEIT-REISEZEIT Gruppe waren allerorts präsent und mittendrin. Start
und Ziel direkt in der barocken Altstadt. Pastaparty, Empfang beim
Bürgermeister für LAUFZEIT/REISEZEIT, alles einen Katzensprung voneinander
entfernt.
Košice ist mit den weltbesten
traditionell verbunden: Wer weiß schon noch, dass die Füße von Abebe Bikila
das hiesige Straßenpflaster berührten. Abebe lief in Košice im Jahr 1961
einen Streckenrekord in 2:20 (vor seinem Rom Olynpiasieg) und holte damals
das erste äthiopische Gold in Košice. Nicht zufällig verewigten die
Stadtväter Abebe Bikila als Wachsfigur im Panoptikum. Zu Ehren des
ruhmreichen Abebe, wur-de nach seinem viel zu frühen Tode das Denkmal des
Marathonläufers in Košice eingeweiht. An diesem Denkmal entzündet ein Athlet
alljährlich die Flamme des Ma-rathons. Auch kenne ich das nur von dieser
slowakischen Metropole, dass die ersten 30 Spitzenathleten am Vortag jedes
Marathons allen Teilnehmern, Einwohnern der Stadt und Fans persönlich
vorgestellt werden (Fotos).
Auch die Startnummernausgabe
konnte als Hit gepriesen werden. Diese findet näm-lich im archäologischen
Museum unter der Erde statt. Man möge mir erzählen, wo noch auf der Welt man
ein Museum während eines Marathons so gut wie ausräumt, damit an Läufer
Startnummern, Souvenirs, Laufkleidung u. a. ausgeteilt werden können.
Ja, sagt Branislav Konur, Renndirektor des Kosice
Marathons zum mir: So wird es auch im nächsten Jahr sein, wenn das 85.
Jubiläum die Stadt in Atem hält und noch ein bisschen mehr.
Christel Schemel
Fotoimpressionen
84. Internationaler Košice-Friedens-Marathon
und unsere Ausflüge in die Slowakei
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Feierliche Eröffnung des Košice-Friedensmarathons (IKFM)
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Übergabe des offiziellen Marathon-Trikots an die ersten 30 Spitzenläufer des IKFM |
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Carlo Capalbo, Präsident des Internationalen Prag-Marathons, Partner des IKFM mit seinem Team – wichtige Gäste beim IKFM. |
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v. l. n. r.: Journalist; Ing. Branislav Koniar, Renndirektor des IKFM; Dr. Stefan Dano, Präsident des Košice-Marathonclubs |
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v. l. n. r.: Journalist; Ing. Branislav Koniar, Renndirektor des IKFM; Dr. Stefan Dano, Präsident des Košice-Marathonclubs |
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Viele Parks und Fontänen in der Altstadt |
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Denkmal zu Ehren Abebe Bikilas (Doppelolympiasieger) und Sieger des Košice-Marathons 1961. Davor wird jährl. symbolisch das olympische Feuer entzündet |
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Vor dem Start zum Schnappschuss bereit. |
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Marathonis aus Poprad. Košice erlebte einen sonnigen Herbsttag bei 23°C |
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Das Läuferfeld der ca. 4000 Aktiven setzt sich in Bewegung |
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Festlichkeiten. Lauf-Jungfrauen eröffnen den Minimarathon |
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Viele Košicer Familien kommen und laufen mit |
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Der Kurs wurde für fünfeinhalb Stunden komplett abgesperrt, tolle Organisation überall |
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Trinkstation. Ausgezeichnete Versorgung entlang des Kurses |
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Die Strecke ist zumeist eben und dadurch schnell. Es war warm und wenig windig |
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Siegerehrung auf dem Marktplatz der Altstadt. Edwin Kipchon, Kenia war Bester des Tages. Er lief 02:12:54 h. Sein verfehltes Laufziel, unter 2:10 h zu bleiben, möchte er im nächsten Jahr schaffen. |
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Siegerteam bei den Marathonstaffeln |
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Košice hat keine Nachwuchssorgen. |
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Live-Übertragung im Slowakischen Fernsehen |
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Ein Tag Wandern im Slowakischen Erzgebirge entspannt Seele und Körper |
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Die berühmte ca. 800 m lange Bobbahn. Mit und ohne Schlitten durch acht Kurven. Ein Höhepunkt für Fun Suchende |
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Ein Besuch der Jasov-Tropfsteinhöhlen (UNESCO Naturdenkmal) und des Jasov-Klosters lohnt sich unbedingt |
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Panorama-Blick auf die Stadt Košice von der Aussichtsplattform der Gotischen Kathedrale |
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Košice 1985 |
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Waldemar Cierpinski nimmt Abschied von seiner erfolgreichen Leistungssport-Laufbahn. |
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