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Reisebericht Athen 2007:
Vater läuft an seinem 60. Geburtstag gemeinsam mit seinen 3 Söhnen den
Klassiker aller Marathon-Läufe!
Von Dr. Jörg – U. Knobloch
Auf nach Athen!
Gut gelaunt und erwartungsvoll
trafen sich am frühen Morgen des 2. November 23 Reiseteilnehmer in
Berlin-Tegel, um den Flug nach Athen anzutreten. Im Hotel „King Jason“ kamen
die Läufer aus Frankfurt und Hamburg zu unserer Gruppe hinzu, die dadurch
auf eine Stärke von 29 Mitgliedern kam (da 3 Teilnehmer bereits am Vortag
angereist waren, betrug die Gruppenstärke insgesamt 32). Eine besondere
Überraschung gab es für Herrn Dr. Block: Er kam gemeinsam mit seinem Sohn
Oliver über Frankfurt nach Athen und traf beim Einchecken auf seine anderen
beiden Söhne Sebastian und Tilo, die über Berlin angereist waren: Die Söhne
hatten sich abgesprochen, gemeinsam mit ihrem Vater an dessen 60. Geburtstag
den Marathon von Marathon nach Athen zu bestreiten: REISEZEIT war Ihnen bei
der „geheimen“ Reisevorbereitung behilflich. Das Einchecken verlief
reibungslos und ein Großteil der Gruppe ging sofort auf Erkundung: Die nur
15 Minuten entfernte Altstadt, die „Plaka“ lockte mit ihren Tavernen, Shops
und ihrem zauberhaften Flair. Am nächsten Tag nahmen alle Mitglieder der
Gruppe an der Sightseeing durch Athen und an der Fahrt zum Start im Ort
Marathon teil, wobei gleichzeitig die Strecke sowie das
Panathinaikos-Stadion in Athen, das Ziel aller Laufdistanzen, besichtigt
wurden. Der Zufall wollte es, dass die Gruppe der feierlichen
Eröffnungszeremonie einer außerordentlichen IOC–Session beiwohnen konnte,
bei der eine Flamme entzündet wurde, die eine Staffel von Kindern per Fackel
zum Marathonstart brachte , wo sie auch am Starttag noch brannte. Nicht so
sehr die Temperaturen (ca.15°C) und der Wind flößten den Läufern Respekt
ein, sondern vor allem der wellige Streckenverlauf. Wer nur im Flachland
trainiert hatte, bekam einige Sorgenfalten mehr…An der Startlinie wurden die
„fälligen“ Fotos gemacht und nach einem Besuch des örtlichen
Marathon-Museums ging es zurück nach Athen, wo natürlich besonders die
Akropolis beeindruckte. Übrigens, das bekannteste und größte Bauwerk auf dem
Hügel, der Tempel der Athena, auch als Parthenon bekannt, wurde nicht durch
Erdbeben oder Krieghandlungen zerstört, sondern durch die Explosion von dort
gelagertem Sprengstoff! Eine kleine Überraschung gab es nach der Rückkehr
von der Tour im Hotel: Alle Läufer unserer Gruppe erhielten Ihre
Startunterlagen für den nächsten Tag, wodurch ihnen der Weg zur
Marathon-Messe und die dort übliche Drängelei erspart blieb. Der Lauftag
brach an. Ein sehr zeitiges Frühstück (5:00 Uhr), eine kurze Fahrt mit dem
Bus zum Panathinaikos-Stadion und schon ging es mit Charterbussen zum
Startort nach Olympia. Nebenbei gesagt, die Organisation klappte vorzüglich:
Innerhalb von 15 Minuten waren alle 4750 Marathonis in Bussen auf den Weg
gebracht! Pünktlich um 8:30 Uhr setzten sich die Läufer zum Klassiker aller
Marathonläufe von Marathon nach Athen in Bewegung. Vor dem
Panathinaikos-Stadion sammelten sich bereits die 3200 (!) 5- und 10
km-Läufer, allerdings bei Sonnenschein. Auch sie gingen pünktlich auf die
Laufstrecken. Der Zieleinlauf dann ist für jeden traumhaft schön; die
marmorne Kulisse des Olympiastadions von 1896 und 2004, im Sonnenlicht fast
golden glänzend und die jeden ins Ziel kommenden Läufer anfeuernden
Begleiter, Betreuer oder sonstigen Zuschauer lassen die Mühen der Strecke
augenblicklich vergessen – man schwebt auf „Wolke 7“. Übrigens, hier die
Siegerzeiten: Benjamin Korir Kiprotich (Kenia) in 2:14:40 Std. bzw. Svetlana
Ponomarenko (Russland) in 2:33:19 Std. Die REISEZEIT-Läufer begaben sich zu
Fuß und mit der Metro wieder in die Hotels und nach einer wohlverdienten
Dusche, Massage und Ruhe traf sich die gesamte Gruppe in der Plaka zur
„Auswertung“ des Lauftages: Besondere Leistungen beim Lauf erfuhren von der
REISEZEIT-Reiseleitung ebenso Anerkennung wieder Jubilar Dieter Block (60),
der – nebenbei bemerkt – beim Lauf seinen Söhnen zeigte, wer der „Chef im
Ring“ ist und im Ziel auf sie wartete! Gewürdigt wurden auch Steffi
Stegelmann, die als einzige Frau unserer Gruppe den Marathon in bravourösen
3:56:37 Std. lief sowie Matthias Bär, der seinen allerersten Marathon lief –
und das in einer Zeit von 4:00:41 Std.! Sie alle erhielten Souvenirs und
Minibücher über Läufe, Läufer und Laufreisen. Mit einem leckeren Mahl und
bei griechischer Lifemusik klang der Abend aus. Einem Vorschlag der Läufer
von 2006 folgend gab es 2007 einen Verlängerungstag. Einige Teilnehmer
nutzen ihn für eine herrliche Inselkreuzfahrt, andere zum Einkaufen und
wieder andere Teilnehmer bummelten einfach durch das Stadtzentrum. Am Abend
aber stellte sich das Gros der Gruppe einer weiteren Herausforderung: Zu Fuß
wurde der höchste Punkt der Stadt, der Likavitos-Gipfel erklommen, der auch
bei Regen eine tolle Aussicht auf das abendliche Athen bot. Von dort ging es
mit Taxis in eine Taverne, in der bei Fisch und Wein gefachsimpelt oder auch
Lauflatein gesponnen wurde (wer kann das schon so richtig auseinander
halten?). Am nächsten Morgen ging es wieder früh los. Dank an dieser Stelle
noch einmal den Hotelküchen, die uns weit vor der normalen Zeit das gesamte
Frühstücksbuffet zur Verfügung stellten. Der Bus brachte uns zum modernen
Airport der griechischen Hauptstadt, von wo aus wir mit der „Olympic
Airlines“ sicher nach Deutschland gelangten. Der 25. Athen-Marathon ist
Geschichte, eine schöne Reise zu diesem Lauf vorbei. Auf zum 26.
Athen-Marathon am 9. November 2008! |