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"Kulturnews" Dezember 2009.

Wir wollen lernen!
Ingo Knechtel

Foto: Klaus Weidt

„Shafamu, Provinz Welkite, Äthiopien – ein Dorf, 220 km entfernt von der Hauptstadt Addis Abeba. 4500 Menschen leben hier. An die 450 Rundhütten, mit Savannengras bedeckt, bestimmen das Bild. Unbefestigte Wege, keine Elektrizität, kein fließendes Wasser. Shafamu heißt auf Deutsch „langsam wachsen“. Shafamu ist ein lang gestrecktes Dorf, seine Bewohner legen täglich viele Kilometer zu Fuß zurück. 64 solche Dörfer gibt es in der Region Welkite.
Als im Juni 2005 anlässlich des Abebe-Bikila-Marathons eine Gruppe deutscher Marathonläufer von ihren äthiopischen Betreuern nach Shafamu geführt wird, fließen auf beiden Seiten Tränen. Die Gäste aus der Ferne hatten sich solche Lebensbedingungen nicht vorstellen können. Ihr Besuch der „Schule“ mit den drei Räumen lässt niemanden daran glauben, dass hier Bildung vermittelt wird. Drei Lehrer mit einem Monatsgehalt von 35 EUR und zwei Vorschullehrer mit einem Gehalt von 10 EUR kümmern sich um über 200 Kinder. Die Besucher sind sich einig, hier müssen wir etwas tun. Und es wird der Grundstein für eine Schule mit dem Namen „Marathon“ gelegt. Zurück in der Heimat, nehmen sich die Vertreter der Reiseagentur „REISEZEIT Tourismus GmbH Berlin“ mit ihrem damaligen Geschäftsführer Klaus Weidt und seiner Frau Marianne des Hilfsprojekts an. Sie finden u. a. Unterstützung beim Kulturring in Berlin e.V. Gemeinsam werden Spendensammlungen organisiert. Viele Marathon-Enthusiasten in Deutschland wollen helfen. Benötigt wird nahezu alles. Es wird Schulbedarf gesammelt, und natürlich auch Geld. Ein Gebäude sollte entstehen, mit Fenstern, mit Tischen und Stühlen, ein Gebäude, das den Namen Schule wirklich verdient.
Strahlende Kinderaugen, Freude in den Gesichtern der Lehrer, „Dankeschön“s auf Amharisch: Gibt es doch tatsächlich Menschen von irgendwo in weiter Ferne, die sich für ihr Leben interessieren, denen sie zeigen können, was für tolle Läufer sie sind und wie sie sich ihr Leben einmal vorstellen. Und dass dies hier eben nicht das Ende der Welt ist.
Eine Schule um- und auszubauen, ohne Architekten, Baufirmen, Ausschreibungen – unvorstellbar in Europa. Und doch gelang es, musste es gelingen, es war echte Hilfe zur Selbsthilfe. Alle packten mit an. Vieles musste organisiert werden, örtliche Handwerker bekamen Aufträge, bauten Schulmöbel. Ein Jahr nach der Grundsteinlegung gab es ein großes Fest, die ersten und zweiten Klassen erhielten eingerichtete Schulräume. Die Besucher vom Jahr zuvor hatten sich auch um Schulrucksäcke gekümmert. Im Sommer 2008 war die Schule weiter gewachsen, zwei Gebäude kamen hinzu, und somit hatten nunmehr auch die dritten Klassen Schulräume und die Lehrer selbst Räumlichkeiten für ihre Arbeit, die auch zugleich Unterkünfte sind, denn bei der dreimonatigen Regenzeit in Äthiopien ist ein täglicher Hin- und Rückweg oft nicht möglich. Inzwischen besuchen weit über 420 Schüler die Schule „Marathon“. Und es wird an die vierten Klassen gedacht. An einen Sportplatz. Mit Spendengeldern kümmert sich die Direktorin um die Unterstützung von fünf Waisenkindern. Und es gibt noch vieles mehr zu tun.
Die Aktionen in Deutschland gehen weiter. Vor kurzem erreichten uns Bilder und Nachrichten aus dem Raum Stuttgart. Die Marathon-Läuferin Jeanette Reich hatte seit einiger Zeit engagiert für die Kinder von Shafamu gesammelt. Schulranzen und Inhalt waren zusammengekommen, auch genug Geld für den aufwändigen Hintransport per Flugzeug. Und Kinder aus Baden-Württemberg hatten viele Bilder gemalt, die zum Gruß ins ferne Äthiopien mitreisten. Sie haben inzwischen einen Ehrenplatz in der Schule „Marathon“ gefunden. Wenn der REISEZEIT-Partner und Organisator vor Ort Amanuel Hawariat demnächst zur ITB in Berlin weilt, werden uns die letzten Neuigkeiten aus Shafamu erreichen. Wir sind gespannt.

Anm.: Übrigens, die heutige RZ-Geschäftsführerin, Christel Schemel ist vielen hier ebenso als Mitglied unseres Verein sowie engagierte Koordinatorin der Initiative für des Erhalt des Lichtenberger Nicaragua-Wandgemäldes eine vertraute Ansprechpartnerin.

Seit Beginn unserer Aktion „Schule Marathon“ für Äthiopien arbeiten wir mit dem „Kulturring in Berlin e.V.“ zusammen. Hier werden die Spendengelder verwaltet. Für die gute Zusammenarbeit möchten wir uns auch auf diesem Wege noch einmal herzlich bedanken.

Alle Spenden können überwiesen werden: Kulturring in Berlin e.V., Konto der Berliner Bank 438 8203 009, BLZ 100 200 00, Vermerk „Schule Äthiopien“.
Wir danken für jede Spende, gleich in welcher Höhe.

Nun 5 Gebäude im Schulobjekt von Shafamu

Oktober 2009: Wieder besuchte eine Reisegruppe „Marathon“

Einmal im Jahr formiert sich meist eine kleine Reisegruppe, von REISEZEIT organisiert, um Äthiopien und dabei auch die Schule „Marathon“ im Dorf Shafamu zu besuchen. Diesmal befanden sich unter den Reiseteilnehmern viele, die bereits bei der Einweihung dabei gewesen sind: Familie Meyer aus Frankenthal, Familie Engel aus Stendal, Familie Müller aus Dessau und Wolfgang Mennig aus Eibenstock. Wieder unternahmen wir die 220-km-Reise in die südliche Welkite-Region, die erst auf guten Überlandstraßen durch grüne Landschaften nach Woliso führt, hinter Welkite noch zum Teil befestigt ist, ehe die letzten Kilometer nur über Wiesen- und Weidenflächen führt. Wir hatten uns vorgenommen, dieses Stracke zur Schule laufend zurück zu legen, worüber die Kinder begeistert waren und uns spontan auf dem Schlussteil begleiteten. 500 Schülerinnen und Schüler rannten – ein gutes Omen für den Namen ihrer Schule…
Was inzwischen mit den Spenden erreichtet wurde, konnten wir trotz des riesigen Trubels schnell feststellen. Zum Hauptgebäude kamen zwei weitere Schulbauten (noch ohne Lehmauskleidung), so dass im Schichtbetrieb 510 Kinder der 1. bis 4. Klassen unterreichtet werden können. Vor fünf Jahren stand an diesem Ort überhaupt nichts! Dazu eine Lehrerunterkunft, ein kleines Gebäude mit drei Räumen, eine Erweiterung, die eine enorme Erleichterung auch während des Unterrichts bei den Regenzeiten.
Wir übergaben Schulmaterialien, Sachspenden und Zeichnungen deutscher Schüler und Geld als Hilfe und Unterstützung für zehn Waisenkinder. Dr. Friedhilde Meyer und Peter Meyer aus Frankenthal hatten fast 6000 Euro gesammelt. Diese Summe soll nun für ein Schulgebäude künftiger 5. und 6. Klassen eingesetzt und den Namen der Stadt „Frankenthal“ erhalten. Hierzu muss allerdings erst ein Antrag bei der Regionalverwaltung in Welkite gestellt und genehmigt werden.
Vieles zieht sich hin. Regenzeiten und die Entfernung zu Addis Abeba erschweren manches in einem Gebiet, wo es weder Elektrizität, Wasser noch befestigte Straßen gibt. Aber gerade hier lohnt sich unser unermüdlicher Einsatz, gemanagt vor Ort von unserem Freund Amanuel Hawariat in Äthiopiens Hauptstadt. Ehrenamtlich!

Sie laufen gern, die Kinder der Schule "Marathon".

Besonders, wenn die deutschen Gäste kommen

5700 Euro wurden von der Familie Meyer aus Frankenthal gesammelt

Zeichnungen von deutschen Kindern für die Shafamu-Schüler

Die äthiopischen Kinder revanchieren sich mit ihren Zeichnungen

Ein "Danke" der Kinder und eine Ankündigung in Deutsch: Hier entsteht ein neues Schulgebäude

Neben dem "Hauptgebäude" ist eins der weiteren zwei im Rohbau zu sehen

Besuch bei Haile Gebrselassie in Addis Abeba. Hier die Stendaler Unterstützer der Schule "Marathon"

Fotos: K. Weidt

Andrang bei der Schule „Marathon“

Sommer 2008: Das Spendenobjekt im Dorf Shafamu hat nun schon drei Gebäude

Jedes Jahr ein Höhepunkt im Dorf Shafamu, 220 km etwa von Addis Abeba entfernt. Im Jahr 2005 beschloss die LAUFZEIT-Reisegruppe nach einer Äthiopien-Rundreise, mit Spendenmitteln eine Schule zu bauen. Sie sollte „Marathon“ heißen und ein wenig mithelfen, die langen Schulwege wenigstens in einer Region zu verkürzen. Ein Jahr später war Baubeginn, und 2007 gab es zur Einweihung ein Dorf- und Sportfest. 320 Schulrucksäcke hatten damals die deutschen Läufer, die noch einmal am Abebe-Bikila-Marathon in der äthiopischen Hauptstadt teilnahmen, in einer aufwendigen Aktion nach Shafamu gebracht. Noch nie hatten Kinder in diesem 4500 Bewohner zählenden Dorf, das übersetzt so viel wie „langsam wachsen“ heißt, solche Taschen gesehen. Auch keine Fenster und Türen, die nun das erste Gebäude der 1. und 2. Klassen erhielt. Ganze Bauerfamilien kamen damals zur Schule, um die Neuigkeiten zu bewundern.

In diesem Juni unternahmen wir wieder eine Stippvisite in diese Region, die einem wie am Ende der Welt gelegen vorkommen kann. Und waren überrascht: Mit den weiteren Spenden deutscher Marathonläufer konnten zwei weitere Gebäude im Schulgelände entstehen. Eins nun auch für die 3. Klasse, eins für drei Lehrerunterkünfte. Was letztere bedeuten, kann nur der ermessen, der die unbefestigten Wege und dazu die dreimonatige Regenzeit im Hochland von Äthiopien kennt. Jeden Tag vier Kilometer hin und vier zurück, in Planen eingehüllt und in Gummistiefeln. Die Direktorin begeisterte sich an den, wenn auch für unsere Verhältnisse mit ca.12 Quadratmetern kleinen Räumen. Sie führte uns in das neu gestaltete Lehrerzimmer. An den Wänden waren Fotos angebracht, die unsere LAUFZEIT-Reisenden bei der Einweihungsfeier zeigten. Selbst die Luftballons von damals, wenn nun auch schlapp herunter hängend, wurden als Beiwerk verwandt. Eine Wanduhr, von Stendalern spendiert, war hübsch dekoriert worden. Eine Tafel mit amharischen Buchstaben ließen wir uns übersetzen. Sie wies einen gegründeten „Schulrat“ aus, der sich monatlich trifft und sich über Probleme und Vorhaben einigt. Hier ist Vorbildlichkeit eingezogen.

Das bewiesen auch die gepflegten Vorgärten, das immer wieder geputzte Schild „Schule Marathon“ und die Kinderzeichnungen aus Deutschland, die im zurückliegenden Jahr nicht gelitten haben. 419 Schüler insgesamt zählen nun die Klassen 1 bis 3. Für die „4.“ soll der nächste Bau entstehen, wenn das Spendengeld reicht. Auch an einen Sportplatz ist gedacht. Frankenthaler Schüler hatten uns 250 Euro mitgegeben, um fünf Waisenkinder zu unterstützen. Die Direktorin tauscht diese nun in Birr um und verwaltet das Geld für ein Jahr. Einigen der Kleinen standen vor Freude Tränen in den Augen.

Aber es gab auch noch lautstarken Jubel. Als nämlich die von uns in Arbeit gegebenen Schulbänke für die Drittklässler ausgeladen wurden. „Wisst ihr“, verriet einer der Lehrer, „inzwischen wollen viele Kinder aus der Umgebung nur noch in unsere Schule. Was aber nicht möglich ist.“ Denn 64 Dörfer hat die Region!

Schließlich suchten wir die Schulrucksäcke vom vorigen Jahr. Verschwunden? Zu Hause in den Rundhütten gelassen? Lachend klärte uns die Direktorin auf. Die wurden unter die Schultische geschoben. „Es kommt nämlich keiner in einen Klassenraum, wenn er nicht seine Tasche auf dem Rücken mitgebracht hat.“

 

Schule „Marathon“ für Äthiopien
Eine Spendenaktion für ein Schulprojekt in einer bedürftigen Region

In der Region Welkite, etwa 220 km südwestlich von Addis Abeba, legen Kinder bis zu 20 km am Tag zu Fuß zurück, um an einem Schulunterricht teilnehmen zu können. „Die bisher einzige Schule dort verdient eigentlich den Namen Schule nicht“, berichtete Amanuel Hawariat, Chef unserer äthiopischen Partner-Reiseagentur, der das Areal besuchte. „Keine Fenster, keine Stühle, keine Tische, kaum Kugelschreiber und Schreibhefte. Mir kamen Tränen in die Augen.“

Hier wollen wir unsere Idee, eine Schule „Marathon“ mit Hilfe von Spenden deutscher Läufer zu bauen, verwirklichen. Die Idee zu solch einem Hilfsprojekt kam der REISEZEIT-Läufergruppe, die nach ihrer Teilnahme in Addis Abeba am Abebe-Bikila-Marathon 2005 eine Rundreise durch den landschaftlich schönen „grünen Süden“ des Landes unternahm. Als Gemeinschaftsaktion des Journals LAUFZEIT, der Reiseagentur REISEZEIT und des zweimaligen Olympiasiegers, Haile Gebrselassie, nimmt das Vorhaben erste Gestalt an.

Herzlichen Dank an dieser Stelle den bisherigen Spendern, meist Läuferinnen und Läufer. Aber auch an Laufveranstalter: Der Rennsteiglauf überwies z.B. 500 €. Der Erfurter Laufclub „im puls“ mit seinem Chef Olaf Kleinsteuber appelliert an jeden Starter der von ihm organisierten Veranstaltungen, einen Euro zusätzlich zu spenden. Die Stendaler Lauforganisatoren Gerd und Liesel Engel sammelten bereits 60 Schulrucksäcke und haben mit kleinen „Flohmärkten“ Erfolg. Reaktionen gab es auch schon von der Rostocker Marathonnacht, dem Marathonverein Eibenstock, dem Semliner Dreiseen-Lauf, dem Harz-Gebirgslauf dem Kyffhäuser Berglauf, dem Sachsenlauf und dem Schweriner Fünfseenlauf.

Ein Scheck beim „im puls“-Jubiläum
Aber auch Mecklenburger Kinder sammeln für die Kinder in Äthiopien

Viele Initiativen gibt es für unser Schulprojekt zu vermelden. Der Erfurter Laufclub „sc im puls“ übergab uns anlässlich seiner Jubiläumsfeier zum 10jährigen Bestehen einen Scheck über 1125 Euro. Und die Erfurter bleiben in unserer Solidaritätsaktion weiterhin aktiv. Herzlichen Dank an Olaf Kleinsteuber und seine Truppe. In Mecklenburg-Vorpommern ist Marathonläufer und Lauforganisator Günter Butzmann für die Schule in Äthiopien unterwegs. Parchims Bürgermeister und viele Kinder haben Rucksäcke, Schreibpapier und Geld gesammelt. Die Kinder der Tagesstätte Matzlow stellten in Parchim im Kundenraum der VR-Bank ein selbst gebasteltes Sparschwein auf. Die Stendaler Lauforganisatoren Gerd und Liesel Engel signalisierten, dass sie bereits für 180 Kinder Schulrucksäcke erworben haben, die nun gefüllt werden.

 

Grundsteinlegung für die Schule
anlässlich des Abebe-Bikila-Marathons im Juni 2006

Der 10. Juni 2006 wird den Kindern und Lehrern des Dorfes Shafamu, in der äthiopischen Region Welkite, wohl unvergesslich bleiben. Sie begrüßten die Reisegruppe der REISEZEIT mit Blumen und saßen artig in den drei Räumen ihrer bisherigen „Schule“. Den Fotos, die wir aufnahmen, kann man den Zustand des bisherigen Unterrichts entnehmen, um den sich drei staatliche Lehrer (35 Euro pro Monat Gehalt) und zwei Vorschullehrer (10 Euro) für insgesamt 200 Kinder sehr bemühen. Wir übergaben unter dem Jubel der Kleinen (alles erste Klasse und Vorschule) T-Shirts, die der Semliner Dreiseenlauf spendete, Kugelschreiber, Lineale, Papier.

Mit einer ersten Sponsoren-Tafel starteten wir den Ausbau und Weiterbau der Schule, die infolge der Läuferspenden den Namen „Marathon“ erhalten soll. Im Juni 2007 wird nach bisherigen gemeinsamen Vorstellungen der Schulbau fertig gestellt und eingerichtet sein. Dann – anlässlich unserer Reise zum Abebe-Bikila-Marathon – wird es ein Eröffnungs-Lauffest geben.

J e d e r gespendete Euro kommt diesen Schülern zugute. Als Partner stehen uns Amanuel Hawariat (Agentur T-Tam Travel, Addis Abeba) und der von der Gemeinde des Dorfes Shafamu gewählte Vertrauensmann für dieses Projekt, Fekede Kerye, zur Verfügung. REISEZEIT-Geschäftsführer Klaus Weidt wird sich (anlässlich des Trainingscamp in Äthiopien) im November über den Bauverlauf vor Ort informieren.

Wir bedanken uns im Voraus für weitere Spenden. Auch würden wir uns freuen, wenn es persönliche Patenschaften für drei Vorschullehrer geben könnte, die von der Gemeinde finanziert werden müssen, was dieser sichtlich schwer fällt. Das würden ein Sponsoring pro Lehrer 150 € von September 2006 bis August 2007 bedeuten. Wer da helfen möchte, rufe bitte die REISEZEIT an: 030-42 25 730.

(beim "Anklicken" der Fotos erscheinen diese vergrößert!)

Die Landschaft der Region Welkite

Die typischen runden Bambushütten in dieser Gurage-Zone

Ein bisheriger Klassenraum

Begrüßung anlässlich der Grundsteinlegung im Juni 2006

200 Kinder traten an

Jubel über die T-Shirts des Semliner Dreiseen-Laufs

Manche sahen zum ersten Mal in ihrem Leben Kugelschreiber

Das Schild, das den Start symbolisiert, wird errichtet

Erstmals Schulmöbel für 310 Kinder der Schule "Marathon" (Nov. 2006)

9. Juni 2007 – anlässlich des Abebe-Bikila-Marathons:

Die Schule „Marathon“ wurde eröffnet

Am 9. Juni 2007 konnte dank vieler Spenden von deutschen Lauffreunden das Schulobjekt „Marathon“ im äthiopischen 4000 Seelen-Dorf eröffnet werden. Sozusagen „Teil 1“ unseres Vorhabens – vier Räume und ein Lehrerzimmer, mehrere Vorgärten und ein Schulgarten für die ersten und zweiten Klassen sowie die Vorschulkinder. Was das bedeutete, konnte man an der Freude und Begeisterung, aber auch an der farbenfrohen Kleidung der Eltern und Schüler ablesen. Mit den 26 Reiseteilnehmern der REISEZEIT-Tour zum Abebe-Bikila-Marathon feierten Hunderte Dorfbewohner das Ereignis in einer Region, in der es heute noch keine Elektrizität, kein Wasser und keine befestigten Straßen gibt, ca. 220 km von der Hauptstadt Addis Abeba entfernt. Alle Räume hatten Glasfenster und abschließbare Türen erhalten – etwas, das es im gesamten Dorf, das aus etwa 450 savannengrasbedeckten großen Hütten besteht, nicht gibt. Auch die 310 Schulrucksäcke für ebensoviel Kinder waren für Shafamu (übrigens auf Deutsch übersetzt: Langsam wachsen) ein Novum, die Wenigsten hatten je solche bunten Taschen in ihrem Leben gesehen.

Nach der Übergabe dieser Rucksäcke starteten Gäste und Schüler einen gemeinsamen Minimarathon rund um das inzwischen eingezäunte Areal, ehe es zum Fußballspiel Shafamu-REISEZEIT kam, das fair verlief und von den Dorfkindern 2:1 gewonnen wurde. Von dem Ältestenrat mit Beifall bedacht, erhielten viele deutsche Gäste selbst angefertigte Basttaschen und –decken als Dankeschön für eine Hilfe, die hier im fernen Afrika geschätzt und benötigt wird.

Die nächsten Arbeiten sind bereits sichtbar: Klassenräume für die dritte und vierte Stufe und ein Zimmer für die Unterkunft von Lehrern. Alle deutschen Besucher waren tief beeindruckt. Gabriele Bender, Bäckereiangestellte aus Siegen, erlebte hautnah, wie sehr ihre Eigeninitiative der letzten Wochen wirkt. Sie sammelte sage und schreibe 3500 Euro für die Schule „Marathon“!

Ein Dankeschön aber auch an die Familie Engel und Butzmann, die die Schulranzen kauften bzw. von deutschen Kindern erhielten. Auch an den DHL-Beförderungsdienst und die zentrale Aufbewahrungsstelle im Frankfurter Flughafen, die keine Kosten für die 21 Kisten mit den 310 Schulrucksäcken, Schulheften und Kugelschreibern berechneten. Dank des reduzierten Eigenbedarfs der 26 Reiseteilnehmer konnte das Gepäck ohne Übergewicht nach Addis Abeba geflogen werden. Danke auch an die äthiopische Botschaft, die uns unterstützte.

Eine großartige Aktion fand ihr erstes Ende. Da es nun weiter gehen soll, freuen wir uns auf weitere Spenden. Und wir informieren weiter über unser Spendenobjekt – eine konkrete Solidarität an einem konkreten Ort.

Die letzten Vorbereitungen an der Schule

Die 310 Schulrucksäcke sind ausgepackt. Eine tolle Aktion, die viele unterstützten.

Begeisterung bei den Schülern in Shafamu. Noch nie hatten sie solche Taschen gesehen.

Gabriele Bender (rechts) sammelte in Siegen (Nordrhein-Westfalen) 3.500 Euro.

Zeichnungen deutscher Schüler in der Schule "Marathon" in Äthiopien.

Start zum gemeinsamen Minimarathon

Fußball REISEZEIT - Shafamu. Das faire Spiel endete 2:1 für die äthiopischen Kinder.

Die Mütter hatten sich festlich angezogen an diesem historischen Tag.

Glücklich über den neuen Schulranzen.

Stolze Eltern

Das Dorf Shafamu besteht aus 450 solcher Hütten und hat ca. 4000 Einwohner

Wir freuen uns im Namen der äthiopischen Kinder über jede Spende
Das Spendenkonto „Schule für Äthiopien“:
REISEZEIT, Berliner Volksbank 39 44 81 50 14, BLZ 100 900 00

In Zusammenarbeit mit dem Kulturring in Berlin e.V. können Spendenbescheinigungen (ab 30 €) ausgestellt werden.

 
 


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